menschliches, 人llzumenschliches

“Das, was wir jetzt die Welt nennen, ist das Resultat einer Menge von Irrtümern und Phantasien […] ein Schatz, denn der Wert unseres Menschentums ruht darauf”

Travestie

Regeln befolgen, weil´s halt so is.  “…such rote submission is a travesty that jeopardizes communal harmony (Ames (2002) bezieht sich hier auf die Analects, 17.13).

[Vor Kurzem, also heute, die Abschiebungen und die Ereignisse an der Rossauer Lände. Für eben diese Region (Pakistan) wurde eine Reisewarnung ausgesprochen, habe ich in den Nachrichten gehört. Mal so am Rande. Naja, da waren Demonstrationen und ein Polizist haut eine Demonstrantin um. Sie fällt mit dem Kopf auf eine Treppe. Seine Reaktion: ängstlich, erschreckt. Eigentlich? Alle schreien nun auf: Der Polizeistaat. Ja eh, Polizeistaat. (Sicherheit vs. Freiheit? Überwachungsstaat?) Das ist eine – leider – Tatsache. An jeder Ecke zu beobachten, es gibt schon zu viele Mißstände in dieser Hinsicht. Aber das jetzt als Aushängeschild nehmen? Ihn allein als Buhmännchen? Einer, der nicht in machtbessessener Gier draufhaut, sondern vielleicht selbst unter Druck einfach einen Unfall verursacht. Ja, einen Unfall. Das war keine Szene, die das Geschrei verursachen sollte, was grad auf diversen socialdings Platt..plattformen zu erleben ist. Es gibt viele PolizistInnen, die nix weiter sind, als ‘Proleten in Uniform’, die dieses Erscheinungsbild und die damit verbundenen Möglichkeiten ausnutzen. Das was da passiert, plakativ. Erinnert mich seltsamerweise an den Zugfahrer in Spanien, der nun angeklagt wird, wegen 79-fachem Mordes oder so. Als ob er absichtlich den Zug aus der Bahn…. . Er wird ausgebuht, schuldig. Als wär er nicht gestraft genug. Man gibt ihm, wie dem Polizisten, keinen Raum, das zu reflektieren, die ganze Situation, sich, man stellt ihn an den Pranger statt dessen. Das is einfacher. Für ‘uns’. Von der Polizei muss man nicht viel halten. Man sieht es in der Türkei. They should not attac, they should protect. Aber das nun genauso plakativ agiert wird, wie es sonst nur der braune Sud tut….ne, muss nicht sein. Eine der interessantesten Forderungen, die ich in letzter Zeit gelesen habe, war die für “Eine Welt ohne Knäste”. Da müssten wir uns dann auseinandersetzen, mit all dem, was sonst abgeurteilt und ‘weggesperrt’ wird…?]

retour zum blabla und anderen Ereignissen und Diskursen, vielleicht auch ‘der’ akademische Diskurs, einer der Reproduktion. Brav, setzen. Ein Diskurs, der sich dreht um Reproduzieren, Nachbeten, Nachäffen, WiederholungWiederholungWiederholung, Wissen. Nicht anecken, keine Kanten, Kanten nur im gestatteten Rahmen. Versteht ja sonst niemand. Verstehen: GemeinWissen erleben und wiederholen. Es weitergeben. Den Staub, statt der Glut, oder der Flammen (liegt vielleicht aber zur Zeit an der Hitze). Aber wiederholen ist nicht gleich wiederholen vielleicht. Repetitio und replicatio.

An diversen Regelwerken eckte Lacan an. So richtig und konsequent, Gott sei dank. Die analytische Kur. Ein Regelwerk ohne Regeln, eigentlich? Deleuze beschreibt die Kur in der Form als etwas, unter der “der Kranke unter idealen künstlichen Bedingungen wiederholen soll, indem er die Person des Analytikers zum ‘Objekt’ nimmt”. Künstlich. Was ist natürlich? Wie auch immer, er unterstreicht damit die Analogie zum wissenschaftlichen Experiment. Eine Kur, ideale Bedingungen des Aus-agierens. Ein Wunsch wird geäußert, jemandem wird Wissen unterstellt. Und jemand weiß nichts.

Werden#Sein

Die Nachträglichkeit und die Symbolische Ordnung. Ein Subjekt etabliert sich, streicht sich schräg immer innerhalb einer symbolischen Ordnung, bestenfalls immer wieder anstatt zu verharren. Sprechen, Schreiben. Ein Rahmen aus Buchstaben, Wörtern, Tönen, Konvention. Gemeinwesen, Gemeinwissen. “daß die Substanz bleibt und beharrt, daß alles, was geschieht, jederzeit durch eine Ursache nach beständigen Gesetzen vorher bestimmt sei usw. – das sagt Kant zur Naturwissenschaft, da diese Gesetze a priori bestünden und fragt dann weiter, wie dies möglich sei [Prolegomena .., 295]. Nietzsche betrachtet den Begriff Natur hier als “Welt der Vorstellung, das heißt als Irrtum”. Annehmen und Ausbalancieren.

Roger T. Ames

We see, beispielsweise einen Baum, wie es Francois Cheng (in den Meditationen, vermutlich) versucht zu zeigen. Man könnte sagen, einen, den Baum, der immer gleich ist/bleibt. Oder man sieht einen Baum mit Blüten, einen Baum im Sommer, einen Baum im Winter, einen, der seine Blätter gerade verliert. Keine Dinge an sich, sondern Dinge in Bezug auf, die so erst Dinge werden und im werden bleiben.  人 ~ Mensch. 主体 ~ Subjekt, Hauptteil, wer erkennt den Menschen im Subjekt? Mir seien allfällige Fehler in meinem LaienLaien-Chinesisch verziehen.

“Die Einfarbigkeit der Leere tötet zwar die Farben. Aber dieser Tod belebt sie zugleich” [Han]. “Ihre sexuelle Färbung ist die Farbe der Leere: aufgehoben im Licht einer Kluft” [Lacan].

J.Lacan: Über den Trieb bei Freud und das Begehren des Psychoanalytikers, in einem Sammelband von C.Kupke, Parados Verlag, 2007
Byung-Chul Han: Philosophie des Zen-Buddhismus, Reclam
F. Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches, 16, 19
Roger T. Ames: The Analects of Confucius – A Philosophical Translation, Ballantine Books, N.Y., 25f

Ames, Observing ritual “propriety li ” as focusing the “familiar” in the affairs of the day in: Dao, A Journal of Comparative Philosophy Vol. I, No. 2, 2002, S. 145

Deleuze, Differenz und Wiederholung, 35

 

Noch was Witziges für laue Abendstunden, oder auch zum Frühstück

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