Der olle Schnotz. Natur und.. wir

ich mache Werbung, aber indirekt. Es ist aber wichtig. Also, Folgendes:

Da wäre Rudi. Ein abnorm hübscher Kerl. „Sein Tagesablauf ist stereotyp, man könnte es auch spießig nennen. Pünktliches Frühstück, danach Gartenarbeit, ein kleiner Plausch mit tierischen Bewohnern, um zu erfahren was in der Nachbarschaft los ist, dann eine gepflegte Mittagsruhe, […]. Täglich zur gewohnten Zeit gegen 18 Uhr begibt Rudi sich in sein Strohbett, aus dem Minuten später ein Schnarchen ertönt, das kein Schwein ihm so leicht nachmachen kann“. Gewohnheiten, die sich etabliert haben, wie es bei uns auch so oft der Fall ist.

Rudi/Stiftung Hof Butenland

Dann gibt es Lui. Der weiß bereits am Nachmittag, wie frisch die Nacht werden wird, denn „Lui spürt die Nachttemperatur schon nachmittags, so dass er sich sein Strohbrett dementsprechend höher oder tiefer baut“. Wir, wir glotzen in die Glotze, um zu erfahren, wie das Wetter wird. Wobei ich ehrlich gestehen muss: Ich kann es riechen, wenn der Schnee kommt. Trotzdem: wir mißachten das Leben unserer Mitwelt. Umweltschutz, Tierschutz und (unsere) Ernährung gehen Hand in Hand, soweit haben wir es gebracht. Was soll man tun, angesichts einer Population der Menschen, die die 7-Billionen schon überschreitet? Dazu dann unsere Art der Ernährung, entsetzlich. Es gibt ‚Farmen‘, auf denen Kälber für einige Wochen in Boxen leben, bewegungslos, da Bewegung der ‚Zartheit‘ des Fleisches schaden würde, sie sollen ja Steaks werden. Was nach den wenigen Wochen der Fall sein wird, Das ist in Oregon und an vielen anderen Plätzen der Welt in anderen Formen Realität. Nur ein eigentlich winziges Beispiel für unsere Gier und die darauf folgende Grausamkeit. Was tun wir da eigentlich?

Lui

Lui

Was soll ich sagen. In den vergangenen Monaten ist einiges passiert. Ich esse kein Fleisch mehr, kein tierisches, wenn Sie verstehen. Ich will keine tierischen Produkte im Allgemeinen mehr, obwohl ich ein reger Fleischfresser war, im Kompensieren von wasauchimmer wirklich gut. Und gleichzeitig ein „Herz für Tiere“, ein riesen Herz für die Natur, immer schon. Blöde Konstellation. Man verdrängt sehr viele Dinge, um Fleisch essen zu können, zu wollen, oder um Auto zu fahren. 55% der Energie werden beim Autofahren einfach verpufft. 55% (!) der Energie verpuffen einfach als Wärmeenergie und heizen unsere Atmosphäre noch weiter auf [außerdem ist fraglich, was wir mit Rohöl sonst noch so machen könnten. Vielleicht wäre es klug, es nicht jetzt schon, wo unsere Spezies noch in den Kinderschuhen steckt, völlig zu verschwenden, mal so völlig naiv nachgehakt?]

Butenländer_Innen

Der Widerstand, der sich bezüglich Nachhaltigkeit und Umwelt,Tierwelt etabliert, der ist enorm. Denken Sie nur an all die Kommentare in den gängigen Medien, die immer wieder auftauchen, sobald es um Tierschutz, Tierethik geht. Das zeigt, wie sehr wir Menschen diesen Planeten annektiert [=gewaltsam aneignen] haben. Wir übersehen gerne, dass wir diesen Planeten eigentlich..ja .. annektiert haben. Es ist nicht nur die Tierwelt, der wir schaden und der wir maßloses Leid antun. Auch unserer Umwelt, unserer Natur. Und wir sind .. selbst Natur. Vielleicht schmerzt es deshalb so sehr, den einen oder die andere. Interessant bleibt die Konstellation zwischen Verdrängung und Widerstand.

Alle anderen, die sich durch Gleichgültigkeit und Kälte auszeichnen und den Schmerz nicht fühlen, die, ja die weisen den Weg zu einem neuen Verständnis der Spezies Mensch. Begriffe wie Vernunft und sozial gewinnen eine ganz neue Bedeutung… . Jetzt kann man einwenden, dass der Begriff der Vernunft sowieso ein Produkt unserer durchaus regen Phantasietätigkeit ist. Dem würde ich glatt zustimmen, ist es auch längst erwiesen, aber… es gibt doch noch Menschen, die über die Trägheit unseres Verstandes hinauswachsen und sich klar werden. Klar werden, darüber, was für ein maßloses Leid wir anrichten. Konfrontiert man sich damit, bedingungslos, unvoreingenommen, ohne Widerstand, dann bleibt einem zunächst die Sprachlosigkeit. Unendliche Gräueltaten tun sich auf. Da m u s s  man aber durch.

 

Gänse werden die Federn bei lebendigem Leib herausgerissen. Warum? Sie sind dann flauschiger?! Sind wir, unsere ach so zivilisierte Gesellschaft, nicht schon so weit, synthetische Fasern herzustellen? Oder man denke an die ‚Delikatesse‘ der Stopfleber. Grausam. Ekelhaft. Wir sind Monster. Wir mißhandeln Kühe, Schweine, Affen, Elefanten, und und und..alles was auf dieser Erde lebt, man denke auch an die Tierversuche. Im großen Stil, da ist der Straathof. Der große ‚Schweinebauer‘. Der seit über fünf Jahren Gräueltaten in Deutschland verübt, und.. es passiert nichts. Ein Bußgeld hier, eines da. Die liebe Bürokratie, pfui Teufel, obszön sind wir. Und jetzt, wird endlich, zum ersten Mal (!!!) ein Schlachthof geschlossen. Das einzig Richtige wäre die Errichtung eines Gnadenhofes, ebenda, auf Kosten der Firma Straathof, selbstverständlich. Wiedergutmachung all des Leids, das angerichtet wurde. Aber…es lebe die Bürokratie, das wird es nicht spielen. Es GIBT KEINE sogenannte artgerechte Haltung. Punkt. Warum sind es immer wieder die Leute des Tierschutzes, die auf Mißstände aufmerksam machen und.. warum werden dann jene gerne kriminalisiert? [ja, eine quasi-blöde Frage]

Rosalie; Hof Butenland

Gänse, die bleiben für gewöhnlich (wenn wir sie ließen) in lebenslangen Partnerschaften. Schweine, die schlafen am liebsten.. bequem, so wie wir auch. Nicht in Stahlzellen auf Spaltböden. Die Spaltböden, ja die hat unser ach so toller Verstand konstruiert, es warat wegen der Hygiene. Sie rutschen darauf aus, brechen sich was, prellen sich, uns ist das egal, hauptsache die Supermarktregale sind voll? Wir zwingen Wesen, die normalerweise ihre ‚Notdurften‘ weit weg von Essen und Schlafen verrichten, in ein und demselben zu leben, unter inakzeptablen Bedingungen. Wie soll man, angesichts solcher Fakten die menschliche Spezies,den homo sapiens, definieren? Wie weit ist es gekommen, das wir von Tierrechten sprechen müssen, anstatt das wir mit ihnen leben, uns nicht ausbreiten, als gehöre alles uns. Wir baden lieber in Selbstgefälligkeit, bilden uns „Kulturleistungen“ ein und blenden damit Realitäten aus.

Kühe pflegen ihre Kälber sehr lange, wir, wir nehmen ihnen ihre Kälber weg. Zunächst werden Kühe zwangsbefruchtet, damit sie Kälber bekommen, die man ihnen wegnimmt, um sie zur Maschine zu machen, Milchmaschinen. Kühe geben nicht einfach so laufend Milch, das ist ein scheinbar verbreiteter Irrglaube, einer unter vielen, was soll man sagen, wir Menschen sind halt Trottel.
Milch produzieren und geben, das tun sie nur während der Schwangerschaft und danach – für ihre Kälber, nicht einfach so für uns. Nicht ohne Grund sprechen viele Menschen, die lange mit Tieren gearbeitet haben, eben diesen eine wesentlich höhere Sozialkompetenz zu, als uns Menschen. Wir sind Monster, die ihre gesamte Um- und Mitwelt instrumentalisieren, das ist leider ein Faktum. Ferkel werden, wenn sie männlichen Geschlechts sind, die Hoden kurz nach der Geburt einfach heraus/abgerissen, se solln ja eh nur Schnitzel werden. Wir sind solche Monster. Der Begriff Kultur bedarf einiger Änderung. Kultur zeichnet sich vor allem durch allgemein legitimierte Grausamkeit und Gewalt aus. Ökologisch betrachtet sind wir (gedacht als eine Spezies und vielen) nichts weiter als eine Art Pest (grausamer, weil wir Grauen in völlig maschinenartiger Normalität praktizieren), die sich langsam und fortschreitend ausbreitet.

Da fragt sich, wie man, auch aus philosophischer Perspektive, eigentlich die Spezies Mensch betrachten soll. Eine Reduktion unserer Population, radikal, ist die einzig sinnvolle Konsequenz. „Wir sind zu viele, überall“. Da freut man sich fast schon, wenn von Gefahren gesprochen wird, die vom Fleischkonsum ausgehen. Man wird ja irgendwann scheinbar schon resistent gegen Antibiotika, wenn man Fleisch konsumiert. Vielleicht halbiert das irgendwann unsere Population? Wir erzeugen unser eigenes Verderben, und ja, was soll ich sagen außer: Applaus!

Also Kühe, die haben eigentlich Hörner, die sägen wir ihnen ab. Ohne Narkose versteht sich, ebenso wie bei den Ferkeln. Wäre ja unwirtschaftlich. Kühe haben aber ihre Hörner gern, sie verwenden sie auch, um sich einen Platz im Stroh zu graben, beispielsweise. Wir, wir sind Monster.

Tiere vergnügen sich. Tiere leben ein LEBEN. Wir, wir leben auch und zerstören in völliger Selbstverständlichkeit die Lebensräume und die Leben so vieler Spezies, die eigentlich mit uns hier sind! Betrachten Sie einmal wie viele Menschen es auf der Welt gibt, im Vergleich zu all jenen, anderen. All jenen, die nicht wie wir, alles zerstören und instrumentaliseren.

Der Hof Butenland liegt nebst anderer Höfe, in denen Tiere zu Nutzgegenständen degradiert wurden und werden. Und von jenen Höfen sind bereits drei Kühe auf Hof Butenland geflohen. Sie haben „rüber- gemacht“ [eine kurz vor ihrer Niederkunft. Matthis, der Niederkünftler, lebt heute in einer Herde ebenda]. Da ist beispielsweise Elsa, die 2014 auf eine der Weiden der Butenländerinnen stand: „Same procedure – den Bauern ausfindig machen, die Kuh abkaufen, ihr einen Namen geben und sie zur Butenländerin machen, fertig“, dann wäre da auch noch Fine, die sofort von Luise unter ihre Fittiche genommen wurde und die auch von eine der umliegenden ‚Tierfabriken‘ stammt. Und da wäre ein anderer Fall. Chaya: „Am 8. Juli 2013 wurde eine Kuh zum Schlachthof gebracht. Dort angekommen, schrie sie sich vor lauter Panik die Seele aus dem Leib, was das Herz der dort anwesenden Tierärztin berührte. Sie bat den Landwirt um eine Gnadenfrist, um die Kuh vor dem Tod zu bewahren. Der Landwirt erklärte sich einverstanden und nahm seine Kuh wieder mit zurück“. Sie wurde Butenländerin. Wir mißachten für gewöhnlich die Lebens- und Ausdrucksformen, die den unsrigen unähnlich scheinen, wir sind Monster.

Elsa,Fine,Chaya

Betrachtet man mal die Art wie wir uns ernähren. Was es wie im Supermarkt so gibt. Wir sind völlig gaga, das ist witzig und traurig und wahr, zugleich. So absurd, das jedes Gehirn direkt in den Stand-By-Modus geht. Und eine Krux ist: Wir alle sind enorm ungebildet. Wir wissen vieles, all das, was so im Internet herumschwirrt beispielsweise, aber sonst… sind wir wirklich lausig. Blickt man auf die Realitäten, die sich so auftun, es bleibt keine andere Conclusio, als die, das wir auf diesem Planeten so unnötig wie Durchfall sind (no offence, der Humor darf trotz aller Widrigkeiten nicht sterben).

Da sind so viele tolle Tiere, die so vieles Können. Kühe, die finden ihren Weg dorthin, wo sie einfach sein können, Vögel, oder Gänse finden ihre Wege intuitiv. Wir, wir schneiden diese intuitiven Wegweiser durch. Weil wir jene selbst nicht mehr fühlen können, wir leben lieber in unseren imaginären Welten und passen die Wirklichkeiten daran an. Alles muss sich unseren Bedürfnissen unterordnen, der gesamte Organismus Welt. Wir sind solche Monster, es ist fast schon witzig, wenn man erkennt, dass in all den ‚futuristischen SF Filmen‘, in denen das Grauen überhand nimmt, eigentlich wir selbst als Ursache gemeint sind. So viel Leid, das wir verursachen. Ich sage wir, da wir  verantwortlich sind.

Schöne Feiertage, time to think about it!

Rosa Marie

Die Kleine, Rosa Marie[links, die Gefleckte :-) ]: „Sie war aus einer Mastanlage befreit worden, in der sie allein und unbeachtet in einer Ecke gelegen hatte; ihr Kopf war von Ratten angefressen worden und aus den Wunden traten Maden. Hinzu kam eine Lungenentzündung. Tierschützer fanden das wenige Wochen alte Ferkel und brachten es umgehend in eine Tierklinik, wo es von Spezialisten behandelt wurde“ Jetzt lebt sie ein normales Leben auf Stiftung Hof Butenland

„Wenn du keinen Menschen töten kannst – gut; kannst du kein Vieh und keine Vögel töten – noch besser; keine Fische und Insekten – noch besser. Bemüh dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht – tu, was du mit deinen Kräften zustande bringst – darauf kommt alles an“ Leo Tolstoi

Hof Butenland, auf der Seite sind all die Geschichten der ButenlänerInnen nachzulesen. Eine Oase: Jan Gerdes, der Gründer, der diesen Hof geerbt hat, es war ein gewöhnlicher, landwirtschaftlicher Hof. Karin Mück, Stiftungsgründerin, Veganerin seit langer Zeit. Ein großes Danke für das Exil, das jene geschaffen haben. Tolles Buch: „Multikuhlti und vegan“ – Geschichten und Rezepte

Oder beispielsweise das Land der Tiere, ein Projekt, das ebenfalls ein Exil geschaffen hat, das sich auch der Aufklärung und gleichermaßen dem Schutz von Lebewesen verpflichtet hat. 

Dann wären da noch viele viele andere, beispielsweise der David (und Daphne) Sheldrick Wildlife Trust, und dann wären da noch so einige (das Jane Goodall Institute, das Green Belt Movement, …. In Österreich ist es der VGT, der sich stark macht, es sind viele ÄrztInnen, die sich vereinigt haben, um gegen Tierversuche zu arbeiten und und und 

Atmen ohne Pause versteht sich gleichermaßen als Zeugnis- und Erinnerungsbuch und als Hymne an das Leben. Es handelt von Existenzen in fremden Körpern, »die atmen und Wille sind«. Und davon, wie der Mensch sie sich angeeignet hat. 

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