Guten Tag, selbstgefällig!

ForscherInnen haben das KörperIch entdeckt und es in Heidelberg auf dem Kongress soundso vorgestellt.

Gelesen und Gehört:

Ausschnitte und grob Angerissenes:

Frühe Körpererfahrungen prägen sich früh ein. “Das Kernselbst ist ein Körperselbst”, “verkörpertes Selbst”.

Avery Palmer

Das Selbst als Leib sein, “wie man in der Welt ist”.

Gehirn und Organismus, deren Interaktionen seien grundlegend dafür, dass ein Selbst überhaupt entstehe.

Weiter der Dualismus Leib – Seele, entweder – oder.

25 verschiedene Formen des Selbst seien in der Forschung bekannt. Das Selbst als Ganzheit, als Integriertes – bestenfalls. Es (welches nun?) könne ja auch gestört sein.

Sich spüren im Körper, Selbstgewissheit. Selbstentfremdung über den Körper, nicht “zu Hause” sein. Die Selbstverständlichkeit verloren haben.

Was im Kopf so vor sich gehe, über den Körper nach Außen bringen, Tanztherapie beispielsweise.

Der eine kann noch geändert werden, der andere nicht, das sei höchst unterschiedlich. Grundsätzlich hier der Ansatz: Pränatal, Hormone und Chromosomen prägen den Menschen, die Entwicklung sei sehr früh beendet. Soziale Einflüsse hätten kaum Auswirkungen.

Wir lernen früh, welches Verhalten sich lohne und welches nicht. Einmal erlernt, so verhalten wir uns weiterhin so, das wir Belohnt würden. Bei einer Sucht würden diese Hirnregionen direkt und unmittelbar angesprochen, durch die Droge. Deshalb sei auch die Therapie so schwierig, weil das Belohnungszentrum derart darauf getrimmt sei. Ehemalige Süchtige, die bei Befragungen eigentlich sagen, sie wollen ihre Droge nicht mehr, empfänden sie als abstoßend oder so, bei denen ist das oft aber nicht so, weil ihr Gehirn sagt anderes: Zeigt man ihnen Bilder von beispielsweise Alkohol, reagiert das Belohnungszentrum. Alkohol würde immer noch als etwas positives … gesehen in diesem Fall. Empfunden? Gesehen? Wie relevant wäre dieser Unterschied angesichts des Blicks als…..was eigentlich, wie?

Oder vielleicht ist ja mein Gehirnselbst weiterhin süchtig, mein Körperminushirnselbst nicht? (jaja, .. das wird jetzt blöd).

Menschen mit negativen Erfahrungen in der frühen Kindheit, die können schlechter mit Stress umgehen, was Mensch brauche sei Stressresistenz.

Das Gehirn ändere sich (selbst) ständig. Wäre es demnach sinnvoll Forschungsergebnisse immer nur als Momentaufnahmen zu betrachten, keine Paradigmata?

Experimente, zum Ganzkörpergefühl. Unser Sehendes-Selbst, hinter den Augen säße es. Unser Wirklichkeitsmodell. Dann das andere Ichgefühl, welches ganz in unserem Körper ist, Körperselbst – unseren Körper als ganzen empfindet, ihn ausfüllt.

Via Kamerabilder die Probanten in andere Körper schlüpfen lassen und man schüttele sich dann selbst die Hand. Konsequent, wenn “Ich ein Anderer ist”? Der Körper als Repräsentant. Von Etwas. Und Etwas muss nun Selbst sein.

“Kognitives Training hilft, diese suchtgeprägten Hirnstrukturen umzubilden”

Training? Der Körper erhalte mehr an ‘Gewicht’ und das Resultat sollen im Therapiefall u.a. Trainings sein, die sich wiederum im Hirn, genauer – durch bildgebende Verfahren – zeigen, also die Erfolge? Dann ändert sich das Bild, das erzeugte. Endlich.

So viel Potential in den Neurowissenschaften. Spiegelneuronen, Veränderungen in Gehirnen, die Möglichkeit diese in gewisser Weise zu beobachten und man bleibt aber direkt wieder stehen, zieht Schlüsse, setzt sich hin und ist zufrieden?

Baut man nun auf dem Körperselbst ein Ichweiß? 

Noch kurz ein paar Blicke: Die ersten drei Sekunden seien ausschlaggebend. Frauen die sich länger als drei Sekunden anschauen, empfänden eher Sympathie. Männer, die sich länger als drei Sekunden anschauen, empfänden sich eher als Konkurrenten.

Vielleicht zu sehr aus dem Kontext gerissen, aber es wäre ein interessanter Zugang zur Thematik bildgebende Verfahren, Selbst, Körper, TeilSelbst(?) im Teil x im Hirnareal y:”Was das Objekt anbelangt,…  so dreht sich die Schleife um es herum, es ist Geschoß, und mit ihm wird, im Falle der Perversion, die Scheibe getroffen. Das Objekt hier ist Blick – der Blick, der das Subjekt ist, der es trifft,…” (Lacan, Seminar XI)

Lacan

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