Sensibilität

"Everything is connected" [http://www.filmsforaction.org/articles/everything-is-connected/]

„Auch Schweine kennen Mitgefühl“, ist das Ergebnis einer neuen Studie. Gott sei dank gibt es die Wissenschaften! Sonst wüssten wir jetze ja nicht, dass Schweine tatsächlich sensible Wesen sind (schon mal was vom zentralen Nervensystem gehört, liebe WissenschaftlerInnen?). Einige Schweine wurden in verschiedene Gruppen zusammengefasst und wie das die Forschung so mit sich bringt, instrumentalisiert. Alles, was der Bericht/das Interview zeigt, ist, dass ‚der Mensch‘ nach wie vor als Maßstab gilt, im Grunde lediglich von seinen Verhaltensweisen abgeleitet wird. Das wird finanziert, es nennt sich Forschung. Schwachstromtechnik. Im Grunde wäre es ja ganz einfach, man könnte der Mitwelt einfach AUF AUGENHÖHE begegnen. Nicht ohne Grund plädieren viele für eine Ethik in den Wissenschaften. Die Form von Ethik, der wir heutzutage begegnen, ist reine Heuchelei hinter der vor allem wirtschaftliche Zwecke stecken, und wie schon hier angemerkt, die seltsame Form einer selbstgefälligen Forschungs(neu)gier. Mehr gibt es zu diesem Artikel, dem Interview mit einem Tierarzt(!), nicht zu sagen. Oh, doch. Hier findet sich die andere Seite der Medaille, ein Artikel mit/über TierärztInnen, die auf Mast- oder Schlachthöfen eingesetzt werden.

Der Sommer steht (hoffentlich bald) ins Haus, man denkt gar nicht daran, das für ein Produkt, welches seit Jahrzehnten am Markt ist, Tierversuche gemacht werden, Sonnencreme. „Diese Tests sehen u.a. wie folgt aus: Den Versuchstieren wird das Produkt in den Magen gepumpt, um es auf die Verträglichkeit hin zu überprüfen. Außerdem wird das Produkt in die Augen geträufelt, um Reizungen festzustellen. Dann werden die Tiere rasiert und die nackte Haut wird langsam verbrannt, um die Wirksamkeit des Produktes zu erproben“, weiter unten findet sich eine Datenbank in der viele verschiedene Produktlinien- und Sparten angeführt sind. Andere Lebewesen werden im „Namen unserer Sicher- und Gesundheit“ instrumentalisiert. Inakzeptabel.
In der Mast werden (weibl) Schweine so gezüchtet, das sie mehr Nachwuchs bekommen, haben aber nicht ausreichend Zitzen, diese zu ernähren. Somit verenden jedes Mal einige und werden halbtot weggeworfen. Rosa-Marie vom Hof Butenland ist, glaube ich, so ein Fall, eine Überlebende. Die Muttertiere sind in diesen Stahldingern eingepfercht und können nur dem Winseln ihrer Kinder zuhören. Die sogenannten Spaltböden, die für die BetreiberInnen sehr praktisch sind, sind für die Tiere die Hölle, da aus diesen Ammoniak aufsteigt [in den Spaltböden sammeln sich die Exkremente]. Es werden zusätzliche Rippen gezüchtet, auf das sie mehr Fleisch ‚tragen‘, gehen können sie dann meistens nicht mehr, für die BetreiberInnen dieser Fabriken vermutlich auch sehr praktisch. Ähnlich ergeht es Kälbern (bis dato mir nur aus den US bekannt), die nach Geburt in schmale kleine Boxen gesperrt werden, sie sollen sich nicht bewegen, das Fleisch wäre nicht mehr so zart. Hühner würden normalerweise nie in solch großen Herden leben, sie würden nie die Menge Eier legen, die sie in welcher Haltung auch immer, legen (Zucht). Das überlastet häufig den Legedarm, sie verenden. Im Bereich der Tierversuche werden zB Mäuse oder Ratten so gezüchtet, das sie ‚freundlicher‘ sind, also nicht so schnell beißen, sich nicht so schnell wehren.

Es ist der allgemeine Mensch, der sich die Welt so macht, wie sie ihm/ihr gerade gefällt. Oh, es ist schon nach 12, Mahlzeit! Nun könnte ich anfangen zu erzählen, wie es in der ‚Woll-Produktion‘ zugeht, oder die Produktion von Leder, Pelz, Pelzbommel- und Kragen (oftmals sehr billig, da massenhaft im Ausland produziert). Und so weiter, dieser Themenkomplex findet kein Ende, das haben wir echt gut gemacht.

"This is not graphic or gory -- but no less deplorable. Apparently, this is in Oregon. Each crate has a calf in it, removed from their mother one hour after they were born. The mother had enough time to clean up the birth, lick, smell and intially bond with the calf, before they were taken away to live in boxes. Death will ensue in approximately six weeks. Until then, here they remain, unable to move, so as to make their meat 'tender.' Then they become veal steaks. Please everyone, for the sake of all -- go vegan" [www.earthlings.com]

„This is not graphic or gory — but no less deplorable. Apparently, this is in Oregon. Each crate has a calf in it, removed from their mother one hour after they were born. The mother had enough time to clean up the birth, lick, smell and intially bond with the calf, before they were taken away to live in boxes. Death will ensue in approximately six weeks. Until then, here they remain, unable to move, so as to make their meat ‚tender.‘ Then they become veal steaks. Please everyone, for the sake of all — go vegan“ [www.earthlings.com]

Gerne und oft wird argumentiert, wir bräuchten Fleisch, manche fürchten, wir wären sonst längst ausgestorben. Diese ‚Sorge‘ ist bei über 7mrd Menschen völlig unangemessen. Die Verfehlung von Zuständen der Realität ist gängige Praxis und die Frage, was mit unserem Konsumverhalten zu befriedigen versucht wird, bleibt spannend. Vor allem auch, welche Bedürfnisse werden wie konstruiert? Und warum glauben wir immer noch, wir wären die am weitesten entwickelte Spezies??? Hier argumentieren einige mit der Vernunft. Angesichts aber der Realitäten, die wir schaffen und den Tatsache(n), wie wir mit unserer Um- und Mitwelt umgehen, ist das völlig absurd. Vor allem, da für Zucht, Mast etc. überhaupt KEINE Notwendigkeit besteht. Sind die Realitäten, die wir im Lauf der Zeit erzeugt haben, inzwischen zu grauenhaft, als das sich viele Menschen wirklich damit konfrontieren wollten? Die Werbung tut ihr übriges. Die Lila-Kuh, die Zärtlichkeit bringe, die Gans, die für Daunenkissen wirbt. Entsetzlich. Leute, die sich aktiv engagieren, werden gerne radikal genannt. Ist nicht viel mehr das Konsumverhalten, die Instrumentalisierung unserer Um- und Mitwelt radikal?

Die Philosophiegeschichte, die so gerne über das Sein und den Menschen mit seinem Lolli, pardon, Logos nachdenkt, ist in weiten Teilen nur ein ’schöner‘ Traum, Wunsch-Denken. Überrascht bin ich aktuell vom ’späten‘ Heidegger. Dazu an anderer Stelle.

zusammengebastelt vom Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Hamburg e.V.

Was bleibt? Jeder Kassenzettel beispielsweise ist ein Wahlschein, mit dem jede und jeder entscheidet, ob man für dieses maßlose Leid mitverantwortlich sein will, oder nicht.

Danke an alle, die alles gelesen haben und nicht nach dem ersten Drittel wieder weg waren ;-)

 

 

 

Rettung für und Infos zu Labortieren (Österreich)

Datenbank von Animals´Liberty

Dokumentation der Recherchearbeit zu „Gutfleisch“

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