Gedankenspaziergang. Cupere

 

Was schreibt man, wenn da nix mehr is, kein Drang, der einen führt, leitet, drängt zum Punkt, zu den Punkten, um die man sich dreht und die glühen anfangen durch Dinge, die einem vor die Füße fallen. Wenn da plötzlich so eine leichte Leerstelle scheint. Wenn da diverse Eindrücke da sind, aber nichts sie zu schreiben. Da sitzt man. Am Rand, auf diesem Ringerl, dieser äußere Rand, Realität? So fad, es läuft, ist nett…aber? Einen Eindruck davon gewinnen, mal da sitzen, vorsichtig. Irgendwas verschiebt sich, drängt einen dort hin und dann ist dieser Drang einfach weg. Und jetzt aber da, weil da muss doch geschöpft werden können, kein entweder oder, sondern da sitzen können und aber kriechen, rennen, tanzen, bewegen. Eben dort hin, in die Richtung, wo das Drängen wohnt. Und dann, wieder schreiben, wieder arbeiten, hinein, reinarbeiten, verarbeiten, tanzen, glühen.

 

Und dabei ist da jetzt so viel zu durchdenken, … viele Eindrücke aus der Realität, die aber verbleiben als plakatives Geplapper. Vorlesungen, die so tun, als wäre da viel drin und es ratscht herum, es blablaht und langweilt. Jaja, es ist so, weil so und deshalb bla. Was soll man da tun, schreiben, denken, inspirieren, pulsieren…wenn da nix ist..sitzend auf diesem Rand. Wobei da doch auch was ist. Kleine Flecken, die man aufsammelt. Damit macht man dann, aber nicht jetzt schon, da wird was. Das muss noch werden. Und zwischendurch. Rausch. … was hörte ich vor Kurzem: Maßvoll. …Seltsamer Begriff. Bescheuertes Wort. Wann ist was für wen unter welchem Umständen in welchen Situationen maßvoll, wann nicht, wann weniger, wann mehr? Ne, das fragt niemand, hauptsache brav. Also maßvoll. Nur nicht zu viel, weil… ja warum eigentlich, warum weil. Angst? Vielleicht, Angst vor dem Maß, dem Potential welches wohnt in dir auch vielleicht und es verkümmert da,..am Rand, auf dem ich vielleicht jetzt sitze. Zu viel Gerede. Dort. Maß. Weil es ist ja so. Und so. Und deshalb. Wer hält sich fest daran, kann das. Es langweilt mich. Vielleicht wieder drehen. Vielleicht einen Motor finden. Wieder hingehn. Drehen anfangen, weil drehen tut man sowieso. Aber, wenn schon, richtig. Tiefe, weg von diesem Rand, dieser Oberfläche an der viele kratzen und glauben, ihre Weisheit aus dem Arsch scheinen lassen zu können. Die meisten tun nur so, als ob sie nicht…. sich drehen, die drehen nicht, weil die wissen ja. Weil  sich drehen lassen, daß hieße sich winden auch…vertrauen auf  – sich und nichts, riskant. Festhalten? An diesem Rand, klammern und halten, weil verlieren..könnte man was eigentlich..an diesem Rand..da ist nicht viel..Ordnung und Routine. Gut eigentlich, aber alleine einsam. Mehr gibt´s. Das im Rahmen. Das. Und eigentlich drängen…sich drängen…wohin.. wohin wirklich? Das ist erstickt. Das wirklich gibt es nicht mehr in der Welt, die so tut als ob. Rahmen sein. Maßvoll. Maßstab. Gibt es das. Nein. Wohl weniger. Es gibt uns. Es gibt so vieles und so vieles davon tut und sagt nichts. Man könnte so tun als ob, aber… will man das, wenn es ein reicheres, intensieferes,..volleres gibt oder kann man an dem Rand sitzen. Kommod, gemeinsam? Es gibt Liebe. Diese Verbundenheit. Diese Nähe, dieses Gefühl, da ist etwas, da ist dieser winzige Funken und der ist aber da. So eine Zuneigung die nur Fließen zulässt. Aber kein Rahmen sein kann? Ein Rahmen der sagt, nein? Muss ein Fließen sich begradigen lassen.  Nichts muss. Nichtmal sterben muss man, das passiert einfach. Nix muss sie, diese…diese Hingegebenheit..dieses mit und auch dort sein wollen. Da gilt nichts mehr. Da tun sich Räume auf. Freiheit und Lust. Kant. Der konnte was. Scheint wie Kratzer in den Augen, Lust und Kant. Ja…aber ich glaube, hier findet sich viel. Weil er genau all unsre Begriffe-von entleert hat und nur so scheint wie ein störrischer Balken. Marquis, also der de Sade, der tat so als ob. Und in diesem Tun,..da will er uns hinüberbringen vielleicht..doch mehr als ob? im Durchgehen durch das Rauschen…Gelassenheit bleibt übrig, Freiheit. Durchgehen. Ehrlichkeit, klar, ganz klar. 

Orientierung, klar, deutlich und ehrlich, Orientierung, ohne blabla, ohne diesen Rahmen, der so tut, als würde er regeln und ordnen, einfassen. Freilassen. Gehen, losgehen, sanft, mal versuchen, heran-tasten. Da tut sich was. Vielleicht. Vielleicht verpufft alles. Vielleicht lohnt es sich, dieser Funken, hingehen, nachgehen, sich drängen lassen.

 

 

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